Badsanierung: von der Planung bis zum fertigen Bad

Das Bad ist der Raum, in dem auf kleiner Fläche besonders viel zusammenkommt: Wasser, Strom, Abdichtung, Fliesen, Lüftung und Heizung. Deshalb ist eine Badsanierung anspruchsvoller, als sie auf den ersten Blick wirkt. In diesem Ratgeber erklären wir, wie eine Badsanierung abläuft, welche Entscheidungen Sie vorher treffen sollten und worauf es bei der Ausführung ankommt. Wir kümmern uns um Ihre Badsanierung und koordinieren die beteiligten Partner-Meisterbetriebe.

Am Anfang: Was soll das neue Bad können?

Bevor es um Fliesen und Farben geht, sollten die Grundfragen geklärt sein. Wer nutzt das Bad? Soll es eine Dusche, eine Wanne oder beides geben? Ist eine bodengleiche Dusche gewünscht, etwa weil das Bad auch im Alter gut nutzbar sein soll? Wie viel Stauraum wird gebraucht? Gibt es ein Fenster oder muss eine Lüftung eingeplant werden? Je klarer diese Punkte sind, desto besser lässt sich planen.

Bestandsaufnahme: Was steckt in den Wänden?

Bei der Besichtigung geht es um die vorhandenen Leitungen, die Lage von Abwasserrohren und Fallrohr, den Zustand von Boden und Wänden und die Elektrik. Gerade die Lage des Abflusses entscheidet, wo Dusche und WC sinnvoll platziert werden können und ob eine bodengleiche Dusche ohne großen Aufwand möglich ist. Für eine bodengleiche Dusche braucht der Abfluss ausreichend Gefälle, was manchmal Anpassungen am Boden erfordert.

Saniertes Bad mit bodengleicher Dusche, Marmoroptik-Fliesen und Mosaikband
Bad mit bodengleicher Dusche Großformatige Fliesen in Marmoroptik, Mosaikband und Walk-in-Dusche. Eigene Projekte – Ausführung über Rhein Ruhr Raumdesign und unsere Partner-Meisterbetriebe

Der Ablauf einer Badsanierung

  1. Rückbau: Alte Fliesen, Sanitärobjekte und Verkleidungen werden entfernt, der Schutt entsorgt.
  2. Rohinstallation: Neue Wasser- und Abwasserleitungen sowie Elektroleitungen werden verlegt.
  3. Vorwände und Trockenbau: Vorwandelemente für WC und Waschtisch werden gesetzt, Wände begradigt.
  4. Estrich und Gefälle: Bei Bedarf wird der Boden neu aufgebaut, für bodengleiche Duschen mit Gefälle.
  5. Abdichtung: Boden und Wände in Spritzwasserbereichen werden abgedichtet.
  6. Fliesen: Wand- und Bodenfliesen werden verlegt und verfugt.
  7. Endmontage: WC, Waschtisch, Armaturen, Duschabtrennung, Spiegel und Leuchten werden montiert.

Warum die Abdichtung so wichtig ist

Fliesen und Fugen allein sind nicht wasserdicht. Unter den Fliesen sorgt eine Abdichtung dafür, dass kein Wasser in Boden und Wände eindringt. Für Innenräume gibt es dafür eine eigene Norm (DIN 18534). Wird hier gespart oder unsauber gearbeitet, zeigen sich Schäden oft erst nach Jahren, dann aber meist teuer und hinter den Fliesen. Deshalb gehört die Abdichtung in die Hände eines Fachbetriebs.

Fliesen und Materialien

Großformatige Fliesen lassen kleine Bäder ruhiger und größer wirken und haben weniger Fugen. Sie verlangen aber einen sehr ebenen Untergrund und sorgfältiges Verlegen, oft mit Nivelliersystemen. Für Duschbereiche sind rutschhemmende Bodenfliesen sinnvoll. Mosaik oder Bordüren setzen Akzente. Bei Armaturen und Sanitärobjekten lohnt es sich, auf Qualität und Ersatzteilversorgung zu achten.

Lüftung nicht vergessen

In einem Bad entsteht viel Feuchtigkeit. Ohne ausreichende Lüftung bildet sich schnell Schimmel, besonders in Ecken und an Fugen. Hat das Bad ein Fenster, reicht regelmäßiges Stoßlüften oft aus. Innenliegende Bäder ohne Fenster brauchen einen Lüfter, der die feuchte Luft zuverlässig nach außen führt. Die Lüftung gehört deshalb von Anfang an in die Planung.

Strom im Bad

Wasser und Strom liegen im Bad nah beieinander. Für Steckdosen, Leuchten und Geräte gelten deshalb besondere Schutzbereiche rund um Dusche und Wanne, und die Stromkreise sind mit Fehlerstrom-Schutzschaltern abzusichern. Wo Spiegelleuchte, Steckdosen oder ein Handtuchheizkörper hinkommen, sollte vor der Rohinstallation feststehen. Um die Elektroarbeiten kümmern wir uns; sie werden von unseren Partner-Meisterbetrieben ausgeführt.

Badsanierung im Mehrfamilienhaus

Im Mehrfamilienhaus kommen weitere Fragen hinzu: Wo verläuft das gemeinsame Fallrohr? Muss die Wasserversorgung für das ganze Haus kurz abgestellt werden? Wann dürfen laute Arbeiten stattfinden? Hier ist Abstimmung mit Hausverwaltung und Nachbarn wichtig. Wir planen die Arbeiten so, dass die Bewohner möglichst wenig gestört werden.

Wie lange ist das Bad nicht nutzbar?

Während einer Badsanierung ist das Bad in der Regel nicht nutzbar. Die Dauer hängt vom Umfang ab, von Trocknungszeiten für Estrich und Abdichtung und von den Lieferzeiten der Materialien. Wer nur ein Bad hat, sollte das bei der Planung berücksichtigen. Einen realistischen Zeitrahmen können wir nach der Besichtigung nennen.

Fazit

Ein neues Bad ist eine Investition für viele Jahre. Wer früh plant, auf eine saubere Abdichtung achtet und die Gewerke gut abstimmt, hat lange Freude daran. Wir kümmern uns um Ihre Badsanierung, vom ersten Gespräch bis zur Übergabe.

Häufige Fragen zur Badsanierung

Ist eine bodengleiche Dusche in jedem Bad möglich?

Das ist nicht in jedem Bad ohne Weiteres möglich. Es hängt vor allem von der Lage und Höhe des Abflusses und vom Bodenaufbau ab. Bei der Besichtigung lässt sich klären, was möglich ist.

Kann ich die Fliesen auf die alten Fliesen kleben lassen?

In manchen Fällen ist das technisch möglich, oft ist ein vollständiger Rückbau aber die bessere Lösung, weil dann auch Leitungen und Abdichtung erneuert werden können.

Wer führt die Arbeiten aus?

Den Rückbau und den Trockenbau machen wir selbst. Sanitär, Elektro, Abdichtung und Fliesen führen unsere Partner-Meisterbetriebe aus. Wir koordinieren alles und bleiben Ihr Ansprechpartner.

Brauche ich für ein innenliegendes Bad einen Lüfter?

Ja. Ein Bad ohne Fenster braucht eine Lüftung, die die feuchte Luft zuverlässig nach außen führt. Sonst steigt das Risiko für Schimmel deutlich. Die Lüftung wird bei der Planung gleich mit vorgesehen.

Mehr zu unseren Leistungen

Unsere Beratung ist für Sie kostenlos.

Die späteren Sanierungsarbeiten werden nach Angebot berechnet.